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Die Davis®-Methode


Die Davis-Methode wurde von Ronald D. Davis zusammen mit seinem Team entwickelt, um Menschen mit Legasthenie und anderen Lernproblemen wie Dyskalkulie, unleserlicher Handschrift, AD(H)S, Konzentrationsproblemen und Kombinationen dieser Schwierigkeiten zu helfen. Die Methode wird in mehr als 40 Ländern angewendet.
Ronald D. Davis entdeckte, dass Legasthenie keine angeborene Lernstörung ist, sondern das Ergebnis einer besonderen angeborenen Gabe - das Denken in dreidimensionalen Bildern. Diese Begabung kann jedoch dazu führen, dass Menschen beim Lesen, Schreiben und Rechnen lernen Legasthenie, Dyskalkulie und AD(H)D entwickeln.
Wir werden als Bilddenker geboren. Wenn wir neun Jahre alt sind, denken die meisten von uns auch in Worten. Dies geschieht zum Beispiel, wenn wir Selbstgespräche führen. Aber es gibt Menschen, die das nicht machen.

Legasthenie als Talentsignal

  ISBN: 978-3426775066

ADHA als Talentsignal

ISBN: 978-3940493125

Denken in Bildern

Mit dieser angeborenen Gabe können in Bildern denkende Menschen die Dinge in ihrem Kopf aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. In unserer dreidimensionalen Welt ist dies ein großer Vorteil. Ein Ding, das man zunächst nicht versteht, kann man in Gedanken aus verschiedenen Positionen betrachten, ohne sich bewegen zu müssen.
Dies geschieht so schnell - mit 32 Bildern pro Sekunde -, dass sich diese Menschen dessen nicht bewusst sind. 

In der Schule

Vor der Einschulung ist dieses dreidimensionale Bilddenken kein Problem. Im Gegenteil, es ist sehr hilfreich. Aber lesen, schreiben und rechnen lernen in der Schule ist zweidimensional und abstrakt. Genau hier liegt das Problem. Es ist sehr verwirrend, wenn jemand abstrakte Symbole wie Buchstaben und mathematische Zeichen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, ohne sich dessen bewusst zu sein. Stellen Sie sich vor, was in diesem Fall mit dem Buchstaben "b" passiert, oder auch mit einem "x" - ist das ein Buchstabe, oder ein Symbol für die Multiplikation, oder ein gedrehtes Plus? Etwas, das immer funktioniert hat, funktioniert plötzlich überhaupt nicht mehr. Jedes Mal, wenn dieser Mensch versucht, ein Symbol aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, um es sich deutlich zu machen, entsteht Verwirrung.
Eine weitere Schwierigkeit für Bilddenker besteht darin, dass jeder Satz auch Wörter enthält, von denen wir keine Bilder in unserer Vorstellung haben. Zum Beispiel: Der Apfel ist da. Wir alle haben ein Bild von einem Apfel im Kopf. Aber wir haben keine Bilder von den anderen drei Wörtern: Der, ist und da. Beim Lesen dieses Satzes sind bei einem in Bildern denkenden Menschen nur 25 % dieses Satzes wirklich angekommen. Das ist keine bewusste Entscheidung, sondern es überkommt den Bilddenker, der in diesem Moment dem Bilddenken noch ausgeliefert ist.
Dieser Mensch hat noch nicht gelernt, diese Gabe – das Denken in dreidimensionalen Bildern - bewusst einzusetzen. Die Davis-Techniken und Übungen helfen, die Schwierigkeiten zu überwinden, damit der Bilddenker sich wieder auf seine Gabe verlassen und sie bewusst und zielgerichtet einsetzen kann.

Das Davis®-Training

Es gibt immer ein Einführungsgespräch mit dem Schüler/der Schülerin und den Eltern oder mit dem Erwachsenen und, falls gewünscht, auch mit einem Partner.
Bevor das Training beginnen kann, findet ein ausführliches Aufnahmegespräch von 1,5 bis 2 Stunden über die individuelle Situation und die Ziele des Trainings statt.
Während des Trainings ist alles darauf ausgerichtet, die durch das bildhafte Denken verursachten Schwierigkeiten zu beseitigen. Der Klient/die Klientin lernt
 *  seine/ihre Verwirrung zu erkennen und diese aufzulösen
 *  loszulassen, eine Davis Entspannungstechnik
 *  mit der entsprechenden Energie zu arbeiten.

Gleichzeitig lernt der Klient/die Klientin das bildhafte Denken - die starke Seite – zum Vorteil zu nutzen und bewusst einzusetzen. Es ist eine andere Art des Lernens und der Informationsverarbeitung, die dem Bilddenker entgegenkommt.
Während des Trainings verwenden wir Knete. Damit wird das kreative Denken gestärkt und gleichzeitig werden dreidimensionale Bilder aufgebaut, die der Bilddenker für alles braucht. Während des Trainings lernt der Klient/die Klientin alle Techniken, die notwendig sind, um zu Hause weiterarbeiten zu können. Dieses geschieht dann zusammen mit einem Elternteil.

Ein Davis-Training für Legasthenie dauert 30 Stunden. Das ist eine intensive Woche mit sechs Stunden Training pro Tag. Bei Dyskalkulie und anderen komplexeren Schwierigkeiten dauert es länger, abhängig von dem individuellen Problem.
Am Ende des Trainings findet ein abschließendes Gespräch zwischen dem Klienten/der Klientin, einem Elternteil und mir statt. Die Eltern helfen in der kommenden Zeit bei den Dingen, die zu Hause noch erledigt werden. Der Klient erhält einen ausführlichen Bericht mit Fotos von allem, was wir gemacht haben, und allen Materialien, die er braucht, um zu Hause weiterarbeiten zu können. Wir planen auch ein Nachtreffen.

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